Archiv

Bergkristall – NATUR. TECHNIK. KUNST – 30. März - 10. Juni 2012

Gebäude

Der Bergkristall steht für den höchsten Ausdruck des Mineralienreiches – herauskristallisiert, kristallklar, als Symbol der Klarheit und Reinheit und des Lichtes in der Erde.

Der Name Kristall kommt aus dem griechischen „Kristallos“ und bedeutet „gefroren“. Dieser Glaube, dass Bergkristall fest gefrorenes Eis ist, hielt sich noch bis über das Mittelalter hinaus. Der Bergkristall war der begehrteste Stein des Altertums, und man vermutete überirdische Kräfte in ihm, mit besonders schützenden und heilenden Eigenschaften. Die klare, faszinierende Durchsichtigkeit des natürlich gewachsenen Materials übte einen künstlerisch-ästhetischen Reiz aus.

Zu den absoluten Höhepunkten in den bedeutendsten europäischen Museen gehören ohne Zweifel die kostbaren Prunkgefäße und Kunstobjekte aus Bergkristall. Die Faszination liegt einerseits in der natürlichen, klaren Schönheit und der Seltenheit des schwer zu bearbeitenden Materials, andererseits aber auch in der handwerklichen und künstlerischen Virtuosität hochgeachteter Steinschneider. Die meisten Edel- und Schmucksteine in der Mineralien-Welt stellt die große Quarz-Gruppe.

Objekte aus der Sonderausstellung

Beispiel 1Beispiel 2Beispiel 5Beispiel 6Beispiel 7

In der Familie der makrokristallinen Quarze ist der Bergkristall das bekannteste Mineral, mit einem trigonalen Kristallsystem, der chemischen Zusammensetzung SiO2 (Siliziumdioxid), einer Härte von 7. und einer Dichte von 2,65 g/cm3. Die engsten Verwandten sind Amethyst, Citrin, Rauchquarz und Rosaquarz. Manfred Wild aus der Edelstein-Region Idar-Oberstein lässt diesen „Mythos“ mit einer einzigartigen Sonderausstellung „Bergkristall – Natur – Technik – Kunst“ im Knauf-Museum Iphofen wieder aufleben. „Ästhetik pur in Natur“: Dieser Bereich der Ausstellung zeigt phantastische, natürlich gewachsene Bergkristall-Mineralien – Besonderheiten in der Wunderwelt der Einschlüsse. Z.B. wenn Siliziumdioxid des Bergkristalls auf andere Minerale trifft und sich reizvolle Konstellationen ergeben, Bergkristalle in Verbindung mit Rutil, Turmalin, Epirot, Chlorit usw. oder auch wie Bardite und Phantom-Kristalle ihr geheimnisvolles Innenleben freigeben.   

„Vom Bergkristall zum Computerchip“: Ein kleines Thema der Ausstellung, dass der Technik in Bezug auf Bergkristall gewidmet ist. Schwing-Kristalle, die elementaren Bausteine unseres Elektronik-Zeitalters. „Gebrauchsgegenstände aus Bergkristall“: Im alten Rom wurden mit Bergkristall-Kugeln Wunden ausgebrannt und die feinen Damen nahmen sie zum Kühlen der Hände.

Bis heute verwendet man ihn als Brieföffner, Schreibtischgarnituren, Hutnadeln und im gesamten Schmuckbereich. Objekte aus diesem klaren Material, wie Schalen, Pokale, Flacons und Dosen, sind auch heute bei Liebhabern und Sammlern noch genauso begehrt, wie vor 200 Jahren. Ei-Kreationen, Blüten, Tierfiguren, Obelisken, Kugeln und einzigartige Spitzen-Objekte runden diese Sonderausstellung im Knauf-Museum Iphofen ab.

Publikation zur Ausstellung >>     Flyer zum Download >>     TVtouring-Bericht >>

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.