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Zinnfiguren – Die Welt im Kleinen – 1. Dezember – 17. Dezember 2000

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Kaum ein Spielzeug fand im 19. Jahrhundert so viele Freunde wie die Zinnfiguren. Wann und wo die Zinnfigur erfunden wurde, läßt sich heute nicht mehr zweifelsfrei rekonstruieren. Sicher ist jedoch, daß schon ab etwa 1770 in Nürnberg und Fürth im größeren Umfang Zinnfiguren als Kinderspielzeug hergestellt wurden. Die Herstellung von Zinnfiguren war (und ist) ein relativ einfacher Prozeß, der sich in vier Haupttätigkeiten Entwurf, Gravur, Guß und Bemalung vollzog. Natürlich bestimmt Kreativität, Erfahrung und Sorgfalt aller Beteiligten entscheidend die Qualität des Produkts. In dieser Hinsicht war es eine Stärke der fränkischen Fabrikanten, daß sie handwerkliche Spitzenleistungen aber auch billigere Basarware für die breitere Bevölkerungsschicht anbieten konnten. Nach einer Schätzung wurden in Nürnberg und Fürth Ende des 19. Jahrhunderts etwa 40 Millionen Figuren pro Jahr hergestellt.

Anders als der standhafte Zinnsoldat konnten viele Fabrikanten auf zwei oder mehr Standbeine zählen. Neben Zinnartikeln des täglichen Gebrauchs produzierten sie häufig auch andere Spielwaren aus Zinn. Zubehör für Puppenküchen und Puppenstuben zählten ebenso dazu wie Christbaumschmuck, Setzfiguren für Brettspiele oder Altargeräte für das beliebte Priester- und Ministrantenspiel der Jungen.

Das Knauf-Museum Iphofen zeigt einen Querschnitt dieser Zinnartikel, die Die Welt im Kleinen widerspiegeln, vom einfachen Zinnsoldaten bis hin zum Altarspielzeug.

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