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Große Wunder - Kleine Möbel – 13. März - 30. Oktober 2005

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Das Knauf-Museum zeigt in seiner Ausstellung "Große Wunder - Kleine Möbel" eine private Sammlung von Miniaturmöbeln, man kann sie ganz einfach als Kleine Möbel bezeichnen, die mit viel Spürsinn und dem nötigen Finderglück über nun bald fünfzig Jahre hin entstanden ist. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt bei Objekten des 17. und 18. Jahrhunderts. Von größter Bedeutung sind jedoch mehr als zwanzig kleine Kabinettschränke; herausragend unter ihnen die süddeutschen und Tiroler Exemplare des 16. Jahrhunderts mit ihren phantasievollen manieristischen Intarsien.

Das Kleine an sich hat fast eine magische Qualität. Zu allen Zeiten, in allen Kulturkreisen ergötzt sich Alt und Jung, Hoch und Niedrig am von Natur aus Kleinen oder noch mehr am miniaturisierten Großen. Möbel im Miniaturformat faszinieren seit langem die Sammler. Es sind zumeist kleine Kommoden, auch Schränke, Schreibschränke und Truhen, Behältnismöbel also, wie sie auch in der hier vorgestellten Sammlung überwiegen. Es handelt sich dabei aber nicht um Puppenmöbel und schon gar nicht um Modelle, wie immer wieder behauptet wird, sondern einfach um kleine Behältnisse, Kästchen, Kassetten, denen man aus der Freude am Kleinen die Form von Möbeln gegeben hat. In ihren Schubladen ließen sich Schmuckstücke oder andere kleine Sammlungsstücke, Handarbeitsmaterial, oder alles Werkzeug für die kunstvollen Frisuren, schließlich auch Münzen oder Briefe unterbringen. Diese Kassettenmöbel konnten im jeweiligen Stil ihrer Zeit schlicht und einfach sein oder von höchster Raffinesse, mitunter wirkliche Wunder von größter handwerklicher Perfektion mit winzigen Türen und Schubladen, ja mit noch kleineren versteckten Geheimfächern.

Objekte aus der Sonderausstellung

Beispiel 1Beispiel 2Beispiel 3Beispiel 4Beispiel 5Beispiel 6 

Die Ausstellung definiert außerdem mit einigen Beispielen, welche Typen Kleiner Möbel es gibt; die sehr seltenen Modellmöbel, denn es gibt sie tatsächlich, allerdings nur dann, wenn es sich um sehr kostbare Möbel oder um technische Innovationen handelt, Andachtsmöbel, also Wiegen für Christkinder oder Stühlchen für Heiligenfiguren, natürlich auch einige Puppenmöbel, solche für Schoßtiere und schließlich die ganz kleinen Vitrinenmöbelchen, die ohne jeden Zweck, oft auch in kostbarem Material hergestellt worden sind.


Publikation zur Ausstellung >>


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