Archiv

Seit der Erhebung als Reichsfürsten im Jahr 1670 gehören die heute noch blühenden Schwarzenberg dem Hochadel an. Angehörige des Geschlechts 
waren bis zum 19. Jahrhundert an vorderster Stelle im Dienste der habsburgischen Kaiser zu finden. Neben großen Palais in Wien und Prag erwarben sie vor allem in Böhmen und der Steiermark weitreichenden Besitz.

Die Sonderausstellung nimmt den regionalen Ursprung der Familie 
– Franken – in den Blick. Nach dem Erwerb von Schwarzenberg im Jahr 1405 wechselten die Herren von Seinsheim ihren Namen und nannten sich nach der mächtigen Burg oberhalb von Scheinfeld. 
Ausgehend von diesem Machtzentrum und der einst berühmten 
Festung Hohenlandsberg konnten die Schwarzenberg ihre Herrschaft rasch ausdehnen. Bis heute pflegen sie eine traditionell enge Beziehung zum Ort ihrer Herkunft.

Ausgewählte Objekte der Ausstellung

Bauplan des ersten Kranen in Marktbreit Lehenurkunde König Ludwig I. Ältestes Salbuch über das Amt Schwarzenberg  Ältestes Salbuch über das Amt Schwarzenberg Ältestes Salbuch über das Amt Schwarzenberg Schloss Wässerndorf, ca. 1910

Das ehemalige Schlossarchiv der „Herrschaft Schwarzenberg“ hat eine sehr bewegende Geschichte. Mit mehr als 41.000 Dokumenten im Umfang von rund 900 Regalmetern gehört es zu den größten Adelsarchiven in Franken. Vom NS-Staat enteignet, brachte man 
das Archiv im Zweiten Weltkrieg nach 
Böhmen in Sicherheit. Dort lag es 70 Jahre lang hinter dem „Eisernen Vorhang“ fest. Erst 2011 konnte das Archiv nach Mittelfranken zurückgebracht werden. Nach über fünfjähriger Arbeit ist es im Staatsarchiv Nürnberg jetzt allgemein einsehbar.

In der Ausstellung des Knauf-Museums Iphofen geben hochrangige Stücke Einblick in die Vielfalt der archivalischen Überlieferung: mittelalterliche Urkunden auf Pergament, dicke Amtsbücher, verschiedenste Akten, handgezeichnete Karten und Pläne, alte Fotos. Darin spiegelt sich die Geschichte der schwarzenbergischen Orte und Untertanen, zu denen auch die große jüdische Gemeinde in Marktbreit gehörte. 

Gleichzeitig wird das wechselvolle Schicksal der Familie Schwarzenberg in Franken erzählt. Stellvertretend für 20 Generationen stehen sieben herausragende Vertreter des Geschlechts, die von großen Erfolgen und schweren Rückschlägen berichten. Vom 14. Jahrhundert mit dem Aufstieg als Freiherren, Grafen und Fürsten reicht der zeitliche Bogen bis in das 20. Jahrhundert.

Das Archiv überstand Brände und Kriege unbeschadet, wurde immer wieder vermehrt und sorgfältig geordnet. Hiervon zeugen in der Ausstellung handgeschriebene Findmittel der fürstlichen Archivare aber auch moderne Kataloge des Staatsarchivs Nürnberg.

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