Markus Mergenthaler (Hg.)
Zerbrechliche Kostbarkeiten – Spanisches Glas von Renaissance bis Barock



Hardcover, 160 S., 72 Abb.

29,90 EUR;
ISBN 978-3-89754-389-86



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Diese Ausstellung, die einer der faszinierendsten Künste des Feuers  gewidmet ist,  bringt zum ersten Mal die außergewöhnliche Produktion der spanischen Glasmacher des 16. bis 19. Jahrhunderts besonders zur Geltung. Ab dem 14. Jahrhundert erfreute sich die iberische Halbinsel dank des internationalen Hafens von Barcelona eines florierenden Seehandels und die Einfuhr großer Mengen an Glas aus Syrien und Venedig wurde von den königlichen Familien sehr geschätzt.

Diese Stücke brachten den spanischen Kunsthandwerkern neue Inspiration. Diesen gelang es, sich durch originelle Interpretationen der Ornamentik und durch die Kreation neuer Formen von ihren Meistern zu emanzipieren.
Im Nordosten, in Katalonien, ist das goldene Zeitalter der Glaskunst des 16. und 17. Jahrhunderts geprägt von bemerkenswerten Werken wie beispielsweise die Karaffen in Löwenform oder mit einem großen spiralförmigen Henkel sowie die hohen Becher oder die Schalen und Platten aus farblosem, gelblichen, smaragdgrünem, blauen oder opalfarbenem Glas.

Die venezianischen Techniken wurden gut beherrscht: gebrochenes Glas, die Diamantgravur, der Einschluss von Millefiori und Filigranen, das Aufbringen von Masken und von gezogenem Dekor. Die im Relief auf die Glasoberfläche aufgebrachten Filigrane oder die X-förmigen Rippen, verziert mit punktierten weißen Blättern und sind katalanische Verzierungsverfahren. Raffinierte Werke in vorherrschend Grün- und Gelbtönen, nach syrischer Emailletechnik, sind mit einer Fülle von stilisierten Pflanzen- und Blumenmotiven mit weißen Vögeln und manchmal menschlichen oder tierischen Figuren verziert.


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